Ureteroskopie (URS) für Nierensteine

Die Ureteroskopie ist ein Verfahren zur Entfernung oder Zertrümmerung von Nierensteinen. Erfahren Sie, wie das Verfahren funktioniert und was Sie während der Behandlung erwarten können.

Verwandte Themen für weiterführende Lektüre

Wie funktioniert es

Diese Behandlung wird verwendet, um kleine bis mittelgroße Steine aus den Nieren oder Harnleitern zu entfernen.

Während einer Ureteroskopie wird nicht in Ihre Haut geschnitten. Stattdessen wird ein kleiner Schlauch mit chirurgischen Werkzeugen durch Ihre Harnröhre (das Röhrchen, das den Urin transportiert) in Ihr Harnsystem eingeführt. Der Eingriff kann durchgeführt werden, während Sie sich in Vollnarkose befinden, oder während Sie wach sind, aber von der Taille abwärts mit einer Spinalanästhesie betäubt sind, sodass Sie nichts spüren.

Der Arzt verwendet ein dünnes Rohr, das als "Scope" bezeichnet wird und das sanft durch Ihre Harnröhre und Blase in den Harnleiter eingeführt wird, um Ihre Niere zu erreichen. Das Rohr hat eine kleine Kamera am Ende, sodass der Arzt die Steine sehen kann. Dann werden kleine chirurgische Werkzeuge durch das Scope geführt, um die kleinen Steine zu entfernen.

Bei größeren Nierensteinen wird der Arzt mit Hilfe eines Lasers, der durch das Endoskop geschoben wird, den Stein in kleinere Stücke zerbrechen. Einige dieser Fragmente werden dann mit einem kleinen Korb entfernt, während andere auf natürliche Weise beim Wasserlassen ausgeschieden werden.

Nach dem Eingriff kann Ihr Arzt einen kleinen temporären Schlauch, einen sogenannten Stent, in Ihren Harnleiter einsetzen. Der Stent hilft, den Harnleiter offen zu halten, ermöglicht einen leichten Urinfluss und unterstützt die Heilung, falls der Harnleiter während des Eingriffs gereizt oder leicht beschädigt wurde. Der Stent wird normalerweise nach ein paar Wochen entfernt.

Diese Animation zeigt detaillierter, was während einer Ureteroskopie passiert.

Dieses Kapitel enthält allgemeine Informationen über Nierensteine. Es ist kein Ersatz für professionelle medizinische Beratung oder Behandlung. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Gesundheitsdienstleister, um Hilfe bei Ihrer individuellen medizinischen Situation zu erhalten.

Letzte Aktualisierung: Juli 2025

Überprüft von: 

  • Dr. Amelia Pietropaolo (YAU-Arbeitsgruppe für Endourologie & Urolithiasis)
  • Dr. Riccardo Lombardo (Leitlinienkommission für Harninkontinenz)